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Erkennung kritischer Probleme bei Induktionserwärmungen

20. Jun 2013 | Sicherheit

Von Bennie Kennedy

Induktive Erwärmung tritt meist dort auf, wo Phasenleiter um Befestigungskanäle, Halterungen oder Klammern aus Metall gelegt sind, und kann bei elektrischen Verteilungs- und Steuersystemen katastrophale und tödliche Folgen haben. Stark beanspruchte Stromkreise sind besonders anfällig für induktive Erwärmung, da die Menge der entstehenden induktiven Erwärmung direkt proportional zur angewandten Last ist. Durch die regelmäßige Durchführung von Thermografieauswertungen lässt sich induktive Erwärmung erkennen und beheben, bevor sie Menschenleben und Geld kostet.

Für eine Thermografieauswertung benötigt man ein Thermografiegerät zur Messung der elektrischen Energieverteilung und Steuergeräte zur Erkennung induktiver Erwärmung in Schaltanlagen, Schalttafeln, Schaltfeldern und Motorsteuerungen. Scannen Sie zunächst die Außenseite der Gerätegehäuse, bevor Sie die Abdeckungen entfernen. Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Sie Abdeckungen an Stellen entfernen, an denen Sie induktive Erwärmung vermuten.

Thermografiescan mit unnormaler Erwärmung.
Kabel auf einem Stützkanal aus Metall, welches ein Risiko induktiver Erwärmung mit sich bringt.

Ein weiterer Fehler, der häufig Induktionserwärmung verursacht, tritt dann auf, wenn ein Elektriker den falschen Neutralleiter anschließt. Der Heiß- (oder Phasen)-Leiter befindet sich in einem Stromkreis, der Neutralleiter in einem anderen. In diesem Fall können sich Außenseite der Tafel und der Kanal aufwärmen, sodass sich die Leiterisolierung überhitzt und Schäden am Gerät entstehen. Ein solcher Verkabelungsfehler kann zu einer Überschreitung der Kapazität des Leiters führen, sodass ein Schaäden an der Isolierung und damit Brandgefahr entsteht. In einem Fall kamen die Neutralleiter aus unterschiedlichen Schaltfeldern.

Ein Thermografiescan mit dem Heiß- (oder Phasen)-Leiter in einem Kanal und dem Neutralleiter im anderen.

Zu den möglichen Problemlösungen bei induktiver Erwärmung zählen Nichteisenmaterialien oder Edelstahl in Strukturen nahe denr Phasenleitern. Beim Einsatz von Stahl sollten nichtleitende Abstandhalter und Edelstahlwerkzeug an beiden Enden der Stütze angebracht werden, um eine Magnetisierung und einen Induktionseffekt zu vermeiden.

Da der Effekt der induktiven Erwärmung proportional zur angewandten Last ist, sollten regelmäßig Infrarotmessungen erfolgen, um eventuelle Probleme so früh wie möglich zu erkennen. Fluke bietet verschiedene Wärmebildkameras an, darunter die neue Wärmebildkamera Fluke TiS für die Gebäudediagnose Fluke TiS Thermal Imaging Scanner for Building Diagnostics.

Im National Electric Code ist induktive Erwärmung in Artikel 408.3 (B) „Überhitzung und induktive Effekte“ erwähnt.