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Hauptursachen und Arten der Teilentladung

12. Okt 2021 | Erkennung von Lecks

Teilentladung (TE) wird definiert als örtlich beschränkte elektrische Entladung, welche die Isolierung zwischen Leitern nur teilweise überbrückt und angrenzend an einen Leiter auftreten kann. Teilentladungen treten an verschiedenen Stellen und in verschiedenen Medien in elektrischen Hochspannungsanlagen auf. Obwohl die Bedingungen variieren, gibt es in der Regel vier Arten von Teilentladung, jede aus verschiedenen Gründen und jede mit der Tendenz, unterschiedliche Arten von Schäden zu verursachen. Eine Teilentladung wird in der Regel durch einen kleinen Defekt verursacht und führt zu Tausenden von sich wiederholenden Mini-Entladungen. Sie breitet sich aus und wächst im Laufe der Zeit. Dies kann eines Tages zu erheblichen Ausfällen führen, die wiederum Geräteausfälle und gefährliche Lichtbogenüberschläge zur Folge haben. Sicherheit sollte an erster Stelle stehen.

Erkennen Sie Teilentladungen mit der Präzisions-Schallkamera Fluke ii910Mit der Präzisions-Schallkamera Fluke ii910 können Sie Teilentladungen in einer Energieverteilungsanlage erkennen.

Arten der Teilentladung

  1. Koronaentladung: Diese häufige Form der Teilentladung tritt auf, wenn die Entladung, die von der scharfkantigen Oberfläche des Leiters ausgeht, direkt in die Luft erfolgt. (Das verursacht die Geräusche und die hochfrequente Emissionen.) In Bezug auf Schaden oder Sicherheit ist eine Koronaentladung normalerweise nicht besorgniserregend.
  2. Lichtbogenentladung: Die Lichtbogenentladung ist eine verlängerte elektrische Entladung, die durch einen Spannungsdurchschlag in einem Gas entsteht. Wenn Strom durch Luft oder ein anderes normalerweise nicht leitendes Medium fließt, entsteht Plasma.
  3. Oberflächenentladung: Wenn die Entladung entlang der Oberfläche der Isolierung erfolgt, wird dies als Oberflächenentladung oder äußere Entladung bezeichnet. Sie zählt zu den Arten der Teilentladung mit der höchsten zerstörenden Wirkung. Verschmutzung und Verwitterung der Isolierungsoberfläche sind die beiden häufigsten Ursachen für die Oberflächenentladung. In Mittel- und Hochspannungsanlagen tritt diese Art der Entladung auf, wenn in der Isolierung aufgrund hoher Luftfeuchtigkeit oder mangelhafter Instandhaltung ein Durchbruch erfolgt. Ebenso ist das Eindringen von Feuchtigkeit eine häufige Ursache für die Oberflächenentladung.
  4. Innere Teilentladung: Diese wird häufig durch einen Defekt in der Feststoffisolierung von Leitungen, Buchsen, Abzweigisolierungen in gasisolierten Schaltanlagen usw. verursacht. Die innere Teilentladung wirkt stark zerstörend auf die Isolierung und weitet sich in der Regel weiter aus, bis sie zur vollständigen Zerstörung führt.

Teilentladungserkennung

Im Allgemeinen sind Oberflächenentladungen und innere Entladungen am kritischsten und sollten bei der Erkennung und Behebung durch Hochspannungs-Elektriker, Techniker in der Energieverteilung und -übertragung und Hochspannungstechniker von Erstausrüstern (OEM) priorisiert werden. In vielen Fällen hat das Erkennen und Beheben von Teilentladungen hohe Priorität in Bezug auf die Sicherheit. Abgesehen von der persönlichen Sicherheit können Teilentladungen auch Folgendes verursachen:

  • Ausfallzeiten
  • Brände
  • Verschlechterung der Isolierung
  • Netzüberlastung

Diese Probleme können vermieden werden, wenn die Teilentladung frühzeitig entdeckt wird, noch bevor ein erheblicher Schaden entsteht. Derzeit gibt es mehrere Methoden zur Erkennung von Teilentladungen. Teilentladungen sind mithilfe von Ultraschall, Hochfrequenz und UV-Strahlung nachweisbar, aber die bisher verwendeten Methoden waren unvollständig und bergen Nachteile. Diese Methoden verhindern die Teilentladungserkennung hinter Schaltschränken, erfordern umfangreiche Schulungen und sind zu ungenau, um eine schnelle Erfassung und Reparatur zu gewährleisten – ganz zu schweigen davon, dass der Anwender sich dabei in die Nähe möglicherweise gefährlicher Geräte begeben muss.

Eine deutlich bessere Lösung zur Erkennung von Teilentladungen ist die Präzisions-Schallkamera Fluke ii910. Die innovative SoundSight™-Technologie von Fluke wandelt Ultraschall in ein klar erkennbares Bild. Mit der Fluke ii910 können Sie Teilentladungen aus sicherer Entfernung lokalisieren, ohne dabei unhandliche Kabel oder Zubehörteile zu benötigen. Innerhalb weniger Minuten nach Inbetriebnahme der Schallkamera können Sie Teilentladungen bereits wie ein Profi erkennen – ihre Handhabung ist einfach zu erlernen und sie ist leicht zu bedienen. Mit der Fluke ii910 können Sie Bilder von Ihren Untersuchungen aufnehmen und auf umfangreiche Daten für Analysen und Berichte zugreifen.