Fluke entwickelt intelligente Netztechnologie

07-02-2013 | Energieeffizienz

Möglicherweise haben Sie von dem neuen Smart Grid gelesen, das derzeit von verschiedenen Herstellern, Versorgern und Behörden in aller Welt entwickelt wird. Aber wussten Sie auch, dass es, je nachdem aus welcher Perspektive Sie arbeiten, viele verschiedene Definitionen für das Netz gibt?

Auf der obersten Ebene besteht die Idee hinter dem Smart Grid darin, deutlich „intelligentere“ Geräte für die Übertragung von Hochspannung über ein großes Stromnetz wie zum Beispiel das Kontinentalnetz der USA einzusetzen. Diese Geräte würden aus verschiedenen Gründen den Stromfluss überwachen und steuern; grundsätzlich deshalb, damit Ausfälle wie an der Ostküste der USA und Kanadas im Jahr 2003 vermieden werden. Aber auch, um die intermittierende Leistung aus erneuerbaren Energiequellen zuverlässig aufnehmen und die Energie, die wir übertragen, verteilen und verbrauchen, effizienter nutzen zu können.

Für den Weg von Punkt A nach Punkt B sind viele verschiedene Aspekte wichtig, von Kommunikation und Netzwerkanbindung der Elektronik des Endverbrauchers bis zu neuen Messgeräten in Häusern und der Überwachung des Netzes selbst. Wenn es um diesen letzten Teil geht, kommt Fluke ins Spiel.

Das Primärgerät zur Überwachung des neuen Smart Grid ist ein so genanntes Phasenmessgerät (PMU). Dieses Gerät kann je nach Hersteller einfach nur Messungen vornehmen (ca. 30 pro Sekunde) oder mit einem Relais kombiniert werden und wird idealerweise über eine Netzwerkverbindung in ein größeres Netzregelsystem eingebunden.

In den USA sind zurzeit etwa 200 PMUs im Einsatz. Neue Initiativen auf Bundesebene sehen vor, in ein paar Jahren 850 weitere Geräte einzusetzen.

Es sieht so aus, dass es momentan keine Möglichkeit gibt, zu prüfen, ob alle 850 Geräte, die von vielen verschiedenen Herstellern stammen, wirklich zueinander kompatibel sind … weil es derzeit keine Möglichkeit zur dynamischen Kalibrierung eines PMU gibt. Mit anderen Worten die Genauigkeit unter dynamischen (realen) Netzbedingungen zu testen.

Also bot Fluke an, zur Unterstützung des Projekts seine dynamische Netznorm 6105 zu überarbeiten, und erhielt zu diesem Zweck eine Förderung des National Institute of Standards and Technology (NIST) von 1,4 $. Die staatliche Subventionierung wurde durch den American Recovery and Reinvestment Act ermöglicht, eine NIST-Initiative zur Unterstützung der Forschung in Bereichen von nationaler Bedeutung und für den Ausbau der wissenschaftlichen und technologischen Infrastruktur der USA.

Der erste Schritt bei Fluke wird darin bestehen, ein nationales Expertenteam zusammenzustellen, um über die Anforderungen an Messung und Genauigkeit für Fluke zu entscheiden und möglicherweise über die nächste Weiterentwicklung der IEEE-Normen zu informieren.

Fluke wird diese neue Technologie im Laufe der nächsten 26 Monate entwickeln.