Prüfen des elektrischen Sicherheitsstatus beim Abschalten und Kennzeichnen

06-20-2013 | Elektrik

Für Nicht-Elektriker, die in elektrischen Umgebungen arbeiten

Verfahren zur Abschaltung und Kennzeichnung beinhalten die Schritte, die ein Elektriker befolgen muss, um den Strom von einem elektrischen Leistungskreis oder einem elektrischen Schaltfeld zu nehmen und das Schaltfeld oder den Schaltkreis abzuschalten und zu kennzeichnen, sodass es/er von niemandem während der laufenden Arbeiten erneut unter Strom gesetzt wird.

Immer mehr Fachleute von Gesundheitsprüfern bis zu Thermografieexperten müssen in Bereichen mit elektrischen Verteilungen und offenliegenden Schaltkreisen arbeiten. Zu ihrer Sicherheit müssen sie und andere, die aktiven Spannungen ausgesetzt sein könnten:

  • Verfahren zur Abschaltung und Kennzeichnung verstehen
  • Wissen, dass der Strom von der Umgebung getrennt wurde, bevor sie sich an die Arbeit begeben, insbesondere dann, wenn sich stromführende Schaltungen in der Nähe befinden

Arbeiter müssen in solchen Fällen einen berührungslosen Spannungsprüfer in der Hemdtasche tragen, um prüfen zu können, dass ihre Arbeitsumgebung sicher ist bzw. dass sie keinen stromführenden Schaltungen oder Leitern ausgesetzt sind. Solche berührungslosen Prüfgeräte sind relativ preiswert. Industriemodelle wie das Fluke 1AC sind bis 1000 Volt Wechselspannung sicherheitsgeprüft.

Abschaltung und Kennzeichnung

Die Prinzipien und Verfahren der elektrischen Verbindung beim Abschalten und Kennzeichnen sind in Industriestandards wie der von der NFPA veröffentlichten Norm 70E für elektrische Sicherheit am Arbeitsplatz beschrieben.

Laut NFPA 70E sind diejenigen, die an elektrischen Leitern und Schaltkreiskomponenten ab 50 Volt arbeiten, verpflichtet, Verfahren und Geräte zum Abschalten und Kennzeichnen anzuwenden, und müssen sich damit auskennen. In diesem Dokument sind auch spezielle Bedingungen beschrieben, unter denen Arbeiten an stromführenden Schaltungen zulässig sind, und es werden Zugangsgrenzen für qualifizierte und nicht qualifizierte Mitarbeiter festgelegt.

Standardverfahren zur Abschaltung und Kennzeichnung

Vom Elektriker durchgeführt

  1. Öffnen Sie die Abtrennvorrichtung(en) für jede Stromversorgungsquelle.
  2. Nehmen Sie eine Sichtprüfung dahingehend vor, dass alle Trennvorrichtungen vollständig geöffnet sind oder alle Leistungsschalter sich in der vollständig getrennten Position befinden.
  3. Prüfen Sie mit einem Spannungsprüfer oder anderen Messgerät, ob das Schaltfeld bzw. der Schaltkreis abgeschaltet ist.

Prüfen der Abschaltung und Kennzeichnung

Vom Nicht-Elektriker durchgeführt

  1. Schauen Sie nach, ob der Elektriker alle Abschaltungs- und Kennzeichnungsgeräte entsprechend einer dokumentierten und festgeschriebenen Richtlinie angewendet und den Bereich oder die Geräte als elektrisch sicher gekennzeichnet hat.
  2. Prüfen Sie Ihren Spannungsprüfer an einer bekannten stromführenden Schaltung, um sicherzugehen, dass er funktioniert.
  3. Prüfen Sie mit dem Spannungsprüfer die Geräteschaltschränke und Schaltkreis-Schaltschränke in der Umgebung (Abdeckungen, nicht die Verkabelung), um sicherzugehen, dass alles abgeschaltet oder geerdet wurde.

Sie sollten erst, nachdem der Bereich als sicher erklärt wurde, Folgendes vornehmen:

  1. Prüfen Sie jeden Phasenleiter oder Leistungsschalter auf das Fehlen von Spannung. Das Messgerät darf bei keinem der Tests aktiven Strom anzeigen.
  2. Prüfen Sie den Spannungsprüfer nach jedem Test erneut an der bekannten stromführenden Schaltung. Wenn Sie sich vergewissert haben, dass keine Spannung vorhanden ist, beginnen Sie mit der Arbeit an den zu wartenden Geräten im Bereich, in dem offenliegende Leiter vorhanden sind.