Maximieren Sie die Betriebszeit Ihrer industriellen Ethernet-Verkabelung

06-25-2019 | Anwenderhinweise

Industrie 4.0 bringt besonders viele Veränderungen in der Branche mit sich.

Mit der Migration von Profibus auf Profinet werden industrielle Umgebungen immer stärker über Industrial Ethernet vernetzt. Dadurch sinken die Kosten und die Verbindung untereinander wird vereinfacht. Die Besonderheiten einer Fabrikhalle stellen dabei neue Herausforderungen für die Ethernet-Umgebung dar. Studien zeigen, dass mehr als die Hälfte der Ausfälle im industriellen Ethernet mit der Verkabelung in Zusammenhang stehen. Dazu gehören nicht nur die Kabel, sondern auch die Steckverbinder. Die Fehlersuche kann sich in diesem Fall schwierig gestalten.

Anbieter haben spezielle Kabel und Steckverbinder entwickelt, die für den Betrieb in industriellen Umgebungen geeignet sind. Trotzdem können bei einigen dieser Elemente Probleme mit der Verkabelung während des Startvorgangs auftreten, während andere eine fehlerfreie Funktion der Verbindung ermöglichen, bis es zufällig zu Kommunikationsfehlern kommt.

Ganz gleich, ob Sie ein Anlageningenieur, Techniker, oder ein Elektriker sind, und die Verantwortung dafür haben, dass industrielle Systeme und Prozesse effizient funktionieren: Sie wissen, dass Verzögerungen oder Produktionsunterbrechung kostspielig sein können.

Ein tiefgehendes Verständnis für die Prinzipien industrieller Ethernet-Verkabelungen ist notwendig, um Probleme beim industriellen Ethernet zu vermeiden. Hier ist eine kurze Zusammenfassung dieser Prinzipien:

Herkömmliche Arten von Steckverbindern:

  • Steckverbinder, die speziell für industrielle Umgebungen entworfen sind, können ein Einfallstor sein (z. B. für Feuchtigkeit), und sollten stoß- und vibrationsfest sein. Die häufigsten Steckverbinder für industrielles Ethernet sind die Folgenden: RJ45-Steckverbinder (2-polig oder 4-polig), M12-D (2-polig) und M12-X (4-polig)

Konfiguration der Verkabelung im Industrial Ethernet:

  • In der Welt des Gewerbebaus sind die Terminierungen in der Regel RJ45-RJ45, wohingegen im industriellen Ethernet mehrere Varianten zu finden sind. Eine in der Branche übliche Verkabelungskonfiguration kann denselben Anschluss auf beiden Seiten haben (RJ45-RJ45- oder M12-M12), kann jedoch auch über einen RJ45-Steckverbinder an einem Ende und einer M12-Steckverbinder am anderen Ende angeschlossen sein.

Teststandards und farbiger Pin:

  • Es gibt mehrere Standards, um die Verkabelung zu prüfen. Jeder dieser Standards hat seine eigenen Spezifikationen: TIA-1005 (normalerweise in den USA verwendet, aber zum Teil auch in Europa), ISO 11801-3 (internationaler Standard)

Methoden für Verkabelungstests:

Es gibt zwei bedeutende Messverfahren. Welches verwendet wird, hängt davon ab, ob dieser im Steckverbinder am Ende des Kabels vorhanden ist oder nicht.

  • End-to-End-Test: O Schließt alle Steckverbinder ein, auch die am Kabelende.
  • Übertragungskanal-Test: O Schließt alle Steckverbinder ein, außer denen am Kabelende (beide). In einigen Fällen ist dieser Steckverbinder nicht vorhanden und das Kabel kann feldkonfektionierbar sein.

Die verschiedenen Steckverbinder oder Testmethoden machen die Aufgabe der Fehlersuche nicht einfacher. Wir haben daher ein Poster zu Prüfungen im Industrial Ethernet, Steckverbindern und Standards entwickelt, um Ihnen dabei zu helfen, die verschiedenen Varianten zu visualisieren und zu verstehen. Dieses Poster ist Ihre Kurzübersicht und soll Ihnen dabei helfen, die Betriebszeit im industriellen Ethernet zu maximieren.

Um mehr über das Industrial Ethernet zu erfahren, besuchen Sie www.flukenetworks.com/industrial