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Warum sind diese Infrarotbilder unscharf?

27. Jun 2013 | Thermografie

Infrarot- und Wärmekameras (zusammenfassend Wärmebildkameras genannt) benötigen, wie Fotokameras, eine gute Bildschärfe für zufriedenstellende Ergebnisse. Diese Ergebnisse haben direkten Einfluss auf Ihre Analyse und den Entscheidungsprozess. Es geht hier um mehr als nur Ästhetik. Ein unscharfes Infrarotbild stellt aller Wahrscheinlichkeit nach auch eine mangelhafte Temperaturberechnung dar. Wärmebildkameras berechnen Temperaturen, sie „messen“ sie nicht.

Die Konzentration auf einen Bereich bzw. ein Objekt erweist sich mit einer Wärmebildkamera oft problematischer als mit einer Fotokamera. Unsere Augen nehmen sichtbares Licht wahr und unser Gehirn ist auf die entsprechende Interpretation ausgelegt. In der Thermografie wirkt sich die Art der Energieübertragung (Leitung, Konvektion oder Strahlung) auf das aus, was eine Wärmebildkamera sieht. Klare Trennlinien zwischen Objekten sind häufig nicht vorhanden und führen unter Umständen zu Problemen bei der Fokussierung.

Manuelle Fokussysteme

Bei manuellen Fokussystemen sollte man sich nach Möglichkeit geduldig auf einen Bereich mit klar definiertem Wärmekontrast konzentrieren. Manuelle Fokussysteme können sich für Anfänger oft als problematisch erweisen, wenn man sich jedoch daran gewöhnt hat, sind die Ergebnisse erstklassig.

Es folgen einige Ratschläge zum einfacheren Umgang mit manuellen Fokussystemen:

  • Beginnen Sie mit einem Objekt in einer monochromatischen Farbpalette. Das menschliche Auge kann einfacher mit Kontrasten in Schwarz und Weiß (Grauskala) oder Schwarz und Gelb (Bernstein) umgehen, als mit einer Vollfarbenskala.
  • Suchen Sie eine scharfe Kante in Ihrem Gesichtsfeld. Versuchen Sie beim Umgang mit Objekten mit weichen Kanten ein scharfkantiges Objekt wie zum Beispiel einen Kugelschreiber, Bleistift oder ein Holzstöckchen in das Gesichtsfeld zu bewegen und konzentrieren Sie sich zuerst darauf.
  • Halten Sie die Kamera still.
  • Üben Sie!

Traditionelle Autofokussysteme

Ein automatischer Autofokus funktioniert im Infrarotspektrum oft ganz anders als ein Autofokus bei einer Fotokamera und sichtbarem Licht.

Obwohl „Autofokus“-Systeme für Wärmebildkameras derzeit auf dem Markt angeboten werden, treten bei diesen Systemen oft schwerwiegende Probleme auf. Dies sind einige davon:

  • Uneinheitlicher Betrieb und Scharfstellung des Autofokussystems.
  • Die Fokussierung lässt sich nicht beliebig wiederholen (nicht einmal beim gleichen Objekt und mit der gleichen Distanz).
  • Autofokus-Motoren verbrauchen in der Regel eine Menge Batteriestrom.
  • Viele Systeme sind überempfindlich gegenüber mechanischen Schäden.
  • Die Scharfeinstellung reicht bei Bildern mit Autofokus allein nicht immer aus; es wird eine manuelle Feineinstellung benötigt.

Das Fluke IR-OptiFlex™ Fokussystem

Fluke versteht die Vorbehalte, die bei einigen Benutzern hinsichtlich eines manuellen Fokus existieren, aber auch die Grenzen der existierenden Autofokus-Systeme. Wir haben versucht, die Bedenken von beiden Seiten zu berücksichtigen, und eine durch und durch neue Option für Verwender von Wärmebildkameras konzipiert – das IR-OptiFlex™ Fokussystem. Dieses System gewährleistet gute Fokus-Ergebnisse und eliminiert Fragestellungen wie „Habe ich das jetzt richtig gemacht?“ sowie die Nachteile im Zusammenhang mit teureren und weniger zuverlässigen Autofokus-Systemen.

Bei der Verwendung des Fluke IR-OptiFlex™ Fokussystems bei einem Mindestabstand von 1,2 Metern können Sie Ihre Prüfungen wesentlich schneller als mit einem ausschließlich manuellen Fokus durchführen. Der Vorgang ist so einfach wie zielen und abdrücken. Dies ist der Idealabstand für optimale Bildqualität und Prüfungen. Bei geringeren Abständen können Sie den Fokus durch einen Fingerdruck auf die Schärfenkontrolle einstellen.

Mit dem IR-OptiFlex™ Fokussystem bekommen Sie das Beste aus beiden Bereichen. Benutzerfreundlich. Leicht verständlich. Keine Enttäuschungen. Keinen Ärger.

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