Kalibrieren von Drucktransmittern und -schaltern in explosionsgefährdeten Bereichen

02-04-2012 | Kalibrierung

Selbst in den günstigsten Umgebungen kann sich die Druckkalibrierung als schwierig erweisen. Besondere Erschwernisse bringt das Arbeiten in explosionsgefährdeten Bereichen mit sich. Hier muss der Techniker sehr gut geschult und ausgerüstet sein.

Zur Durchführung von Druckkalibrierungen in explosionsgefährdeten Umgebungen benötigen Sie einen als „eigensicher“ zertifizierten Druckkalibrator. Geräte, die als eigensicher zertifiziert sind, sind so konstruiert, dass sie weniger Energie – entweder in Form von Wärme oder in Form von Elektrizität – freisetzen als zum Zünden von entflammbarem Material (Gas, Staub/Partikel) erforderlich ist.

Besonders wichtig ist die Eigensicherheit für Techniker aus der Petrochemie- und Pharmabranche, im Zusammenhang mit Schüttgütern wie Getreide und Sand, im Bergbau sowie in jeder Umgebung mit potenziell explosiven Gasen. In diesen Bereichen spielt die Sicherheit eine ganz entscheidende Rolle. Bereits ein Minimum an Energie kann eine Entzündung auslösen. Um ein Gemisch aus Wasserstoff und Luft anzuzünden, reichen 20 µJ Energie aus. Durch die Einhaltung der erforderlichen Sicherheitspraktiken und den Einsatz von eigensicheren Spezialwerkzeugen (beispielsweise dem eigensicheren Druckkalibrator Fluke 718Ex) lassen sich die Risiken bei der Arbeit mit diesen Gefahren vermeiden.

Zu den typischen Druckanwendungen gehören die Kalibrierung eines P/I-Transmitters an einem klassifizierten Ort sowie die Kalibrierung eines Druckschalters in einem klassifizierten Bereich.

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