Ungeplante Ausfallzeiten kosten Hersteller wöchentlich bis zu 852 Millionen US-Dollar und legen kritische Schwachstellen in der industriellen Resilienz offen

Everett, Washington, 30. Oktober 2025 – Von der Fluke Corporation wurden heute die Ergebnisse einer Marktstudie veröffentlicht, die die tatsächlichen Kosten von Betriebsausfällen in der industriellen Fertigung beleuchtet. Der Bericht deckt eine unausgesprochene Krise auf: Mehr als sechs von zehn (61 Prozent) Herstellern hatten im vergangenen Jahr mit ungeplanten Ausfallzeiten zu kämpfen, was zu wöchentlichen Verlusten von bis zu 852 Millionen Dollar in der Branche führte. Eine solche finanzielle Belastung kann sich die Fertigungsindustrie nicht leisten. Die Ausfallzeiten treten nicht nur häufig und über einen längeren Zeitraum auf, sondern weisen auch auf Schwachstellen hin, die die Rentabilität, die Wettbewerbsfähigkeit und die Widerstandsfähigkeit auf Vorstandsebene gefährden.
- Fast die Hälfte der befragten Unternehmen (48 %) berichtet von 6 bis 10 Vorfällen pro Woche; fast jedes fünfte Unternehmen (19 %) verzeichnet wöchentlich 11 bis 20 Vorfälle.
- 45 % geben an, dass Ausfälle bis zu 12 Stunden andauern; 15 % berichten von Vorfällen, die sich über 72 Stunden hinziehen.
- Bei durchschnittlichen Kosten von 1,7 Millionen US-Dollar pro Stunde kann ein einziger Vorfall Verluste von bis zu 42,6 Millionen US-Dollar verursachen: Das entspricht dem Betrieb von 2.500 Fabriken in einer Woche.
Für die von Censuswide durchgeführte Studie wurden über 600 hochrangige Entscheidungsträger und Instandhaltungsfachleute in den USA, Großbritannien und Deutschland befragt. Bei den Betroffenen ist die Häufigkeit alarmierend. 48 Prozent geben an, jede Woche sechs bis zehn Vorfälle zu verzeichnen, und fast jeder Fünfte (19 Prozent) hat es mit elf bis 20 Vorfällen pro Woche zu tun. Die Auswirkungen werden zudem durch die Dauer verstärkt: 45 Prozent der Befragten geben an, dass Ausfälle bis zu 12 Stunden andauern, während weitere 15 Prozent von bis zu 72 Stunden dauernden Vorfällen berichten.
Bei durchschnittlichen Kosten von 1,7 Millionen US-Dollar pro Stunde kann ein einzelner Vorfall zu Verlusten von bis zu 42,6 Millionen US-Dollar führen: Das entspricht dem Energiebedarf von 2.500 durchschnittlichen Produktionsanlagen für eine Woche oder einer einzelnen Fabrik für fast 50 Jahren. Diese Ergebnisse sind ein Beleg für die alltägliche Realität von Betriebsausfällen und stellen auf Vorstandsebene ein Risiko für die Rentabilität und Widerstandsfähigkeit dar.
Weltweit sind die Risiken in Großunternehmen besonders ausgeprägt: Bei Konzernen mit mehr als 50.000 Beschäftigten geben 40 Prozent an, wöchentlich 11 bis 20 Ausfälle zu verzeichnen, und die Hälfte (50 Prozent) muss pro Vorfall Ausfallzeiten von bis zu 72 Stunden hinnehmen.
Ungeachtet der Tragweite des Risikos reagiert die Branche weiterhin uneinheitlich darauf. Laut den Ergebnissen verteilen Hersteller ihre Investitionen in digitale Technologien auf verschiedene Lösungen, um ihre Widerstandsfähigkeit zu stärken, darunter vorausschauende Instandhaltung (12 Prozent), digitale Zwillinge (12 Prozent) und Zustandsüberwachung (13 Prozent).
Parker Burke, Group President der Fluke Corporation, kommentierte: „Unsere Studien zeigen eine harte Realität: Zu viele Hersteller reagieren nur auf Betriebsausfälle, anstatt proaktiv zu handeln. Schnelle Lösungen halten den Betrieb möglicherweise kurzfristig aufrecht, aber sie schaffen keine langfristige Widerstandsfähigkeit.
„Die Daten machen es deutlich: Ausfallzeiten können nicht mehr lediglich als betriebliches Problem betrachtet werden. Für die Wettbewerbsfähigkeit und den Unternehmenswert besteht dadurch ein erhebliches Risiko."
Sein Fazit lautet: „Ohne einen klaren Plan zur Ausweitung der Investitionen in die Digitalisierung sind die Anstrengungen zu dünn gestreut, um eine nachhaltige und messbare Wirkung zu erzielen.“ Es ist an der Zeit, Zuverlässigkeit als zentralen Bestandteil unserer Strategie zur Förderung von Wachstum, Leistungsfähigkeit und Kundenvertrauen in die Führungsetage zu bringen.“
Für die von Censuswide im Auftrag von Fluke durchgeführte Studie wurden 600 Teilnehmende aus Fertigungsunternehmen in den Bereichen Lebensmittel und Getränke, Öl und Gas, Biowissenschaften sowie Automobilindustrie befragt, die in Deutschland, Großbritannien und den USA tätig sind.
Die wöchentlichen Verluste wurden anhand von Durchschnittswerten für Ausfallzeiten, Kosten und Häufigkeit geschätzt, die auf den Angaben der Befragten für verschiedene Auswirkungsszenarien basieren.
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