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Thermografie deckt Geräteprobleme auf

1. Jul 2013 | Thermografie

Mobil-Thermografie in automatisierten Prozessumgebungen

Automatisierungsprozesse führen oft zu deutlichen Vorteilen im heutigen Wettbewerbsumfeld. Manche Industriebereiche würden ohne diese Prozesse wahrscheinlich nicht mehr existieren. Leider müssen wir Menschen noch eine Maschine oder ein System entwickeln, das ohne Unterbrechung perfekt arbeitet. Alle automatisierten Systeme müssen zu bestimmten Zeitpunkten gewartet werden. Der Spruch „Das schwächste Glied kann die stärkste Kette brechen“ trifft nirgendwo mehr zu als bei komplexen, technisch hoch entwickelten Automatisierungssystemen. Das schwächste Glied könnte ein Teil des Betriebs sein, das so unwichtig erscheint, dass es keinen festen Überwachungssensor besitzt.

Murphys Gesetz besagt: „Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.“ Je mehr man bedenkt, wie viele Komponenten in einem automatisierten System vorhanden sind, desto mehr gewinnt diese Aussage an Bedeutung. Sobald man mit automatisierten Prozessumgebungen zu tun hat, muss man sich vor Augen halten, was passiert, wenn ein Ausfall auftritt.

Zum Glück existiert ein Werkzeug, das verhindert, dass Murphys Gesetz sich bewahrheitet: die mobile Wärmebildkamera.

Mobile Thermografie kann bei der Wartung Ihrer automatisierten Systeme helfen und proaktiv ihre Motoren, Steuerelemente, Förderbänder, Lager, Kettenantriebe und andere elektromechanische Automatisierungsausrüstung in optimalem Betriebszustand halten. Vor allem bei automatisierten Prozessumgebungen können mobile Wärmebilder zur Identifikation von Leckagen, Blockierungen und Ablagerungen in versiegelten Gefäßen, Leitungen, Dampfsystemen oder Wärmetauschern verwendet werden. Außerdem eignen sie sich hervorragend zur Aufzeichnung von Prozesstemperaturmesswerten. Die Preise für diese Technologie erreichen mittlerweile nur noch einen Bruchteil von dem, was man vor einigen Jahren bezahlen musste. Die neuesten mobilen Wärmebildkameras sind robuster, zuverlässiger und einfacher in der Handhabung als je zuvor.

Bewährte Messmethoden:

  • Achten Sie darauf, dass die zu messenden elektromechanischen Geräte mit einer Mindestlast von 40 % arbeiten. Geringere Lasten produzieren nicht genug Wärme und dies erschwert die Fehlersuche.
  • Nähern Sie sich dem Messobjekt unter Einhaltung des Sicherheitsabstandes so weit wie möglich. (Da Thermografie berührungslos ist, müssen Sie bei der Messung von unter Spannung stehenden Teilen mit entfernten Gehäusetüren immer Normen und Richtlinien für die Arbeitssicherheit, wie z.B. NFAP 70E, einhalten. Tragen Sie geeignete Schutzausrüstung (PSA), versuchen Sie, 1,2 Meter vom Objekt entfernt zu stehen, und verbringen Sie möglichst wenig Zeit in der Lichtbogenzone.)
  • Machen Sie keine Aufnahmen durch Türen; thermische Gradienten in Schaltschränken machen es unmöglich, die thermischen Auswirkungen im Inneren eines Schaltschranks zu verstehen. Infrarotwellen können nicht durch Glas oder Sicherheitsabschirmungen dringen und Sie müssen diese gegebenenfalls umgehen.
  • Bei Arbeiten im Freien sollten Sie Wind und Luftströmungen berücksichtigen – diese könnten zur Abkühlung von ungewöhnlich heißen Stellen führen. Kalkulieren Sie die Umgebungstemperaturen ein und bedenken Sie gegebenenfalls die thermische Belastung (Hitze durch Sonneneinstrahlung).
  • Bedenken Sie auch, dass nicht alle Probleme durch übermäßige Hitze auffällig werden. Ein eingeschränkter Durchfluss in einem Kühlsystem kann durch eine zu kalte Temperatur angezeigt werden.
  • Beachten Sie bei Arbeiten mit Materialien, die einen geringen Emissionsgrad haben, die Quellen von reflektierter Infrarotstrahlung.
  • Bei der Messung von Objekten muss die für eine genaue Temperaturmessung konsistente Last im Zeitverlauf gewährleistet sein.

Nähere Informationen über mobile Thermografie bei automatisierten Prozessumgebungen finden Sie im InTech-Artikel

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