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Häufig gestellte Fragen zum ScopeMeter


F: Wie erstelle ich eine Aufzeichnung einer einzelnen Abtastung?

A: Damit das Fluke der Serie 190 eine Einzelaufnahme aufzeichnet, muss die automatische Triggerung des Geräts blockiert werden. Dazu werden im Trigger-Menü einige Änderungen der Einstellung vorgenommen:

  1. Drücken Sie die Taste TRIGGER und anschließend "F4 = Trigger Options".
  2. Bewegen Sie den Cursor in der neuen Menüebene mit der Nach-oben- bzw. Nach-unten-Taste zur Zeile "On Edges", und drücken Sie F4 = Eingabe.
  3. Bewegen Sie den Cursor in der neuen Menüebene mit der Nach-oben- bzw. Nach-unten-Taste zur Zeile "Single Shot", und drücken Sie erneut F4 = Eingabe. Der Cursor rückt in weitere Auswahlfelder vor. In der Regel reicht es, erneut zwei Mal "F4 = Enter" zu drücken, um das Menü zu verlassen.
  4. Das Fluke-ScopeMeter 190C erzeugt jetzt eine Einzelaufnahme der anliegenden Signale und hält die Signalform auf dem Bildschirm fest.
  5. Jedes Mal, wenn Sie die violette Taste HOLD/RUN drücken, wird eine neue Signalform aufgezeichnet.

Das Umschalten vom Einzelaufnahmemodus in den Wiederholmodus erfolgt durch einmaliges Drücken der grünen Taste AUTO. Damit wird das Gerät angewiesen, das Eingangssignal auf eine entsprechende Geräteeinstellung abzutasten. Falls Sie jedoch alle übrigen Geräteeinstellungen beibehalten möchten, rufen Sie erneut das Menü Trigger auf, und wählen Sie nochmals "Trigger Options" aus. Bewegen Sie jetzt den Cursor in die erste Zeile (Automatic), und drücken Sie die "Enter". Wenn die Trigger-Wiederholfrequenz größer ist als 15 Hz, können Sie die Eingabetaste ein weiteres Mal drücken. Daraufhin wird die automatische Triggerung aktiviert.

F: Worin besteht bei der Serie 190 der Unterschied zwischen ScopeRecord und TrendPlot?
A: Die Funktion TrendPlot der Serie 190 macht das Gerät zu einem papierlosen Schreiber, der über einen längeren Zeitraum eine Reihe von Messungen der eingestellten Parameter erfasst, wobei das Ergebnis grafisch als Trendlinie dargestellt wird. Bei den Messungen selbst kann es sich entweder um mit den Multimeterfunktionen vorgenommene Messungen handeln oder um Messungen, die das Oszilloskop an der Signalform durchführt, beispielsweise Anstiegszeit- oder Tastgradmessungen. Die resultierende TrendPlot-Grafik zeigt daher die Änderungen der Anstiegszeit oder des Tastgrads über einen längeren Zeitraum. Dies ist äußerst hilfreich. z B. bei der Untersuchung der Veränderung einzelner Parameter im Laufe der Zeit oder des Einflusses von Umgebungsänderungen im Laufe der Zeit, z. B. der Temperatur.

Der ScopeRecord-Modus ist dagegen ein echter Oszilloskopmodus: Die angelegte Eingangsspannung wird über einen Zeitraum erfasst, und die resultierende Signalform wird in einer langen Aufzeichnung im Speicher abgelegt.

Im ScopeRecord-Modus wird noch die vollständige Bandbreite des Oszilloskops eingesetzt. Daher können in diesem Modus Amplitudenänderungen von Signalen mit höheren Frequenzen angezeigt oder die Spannung eines Akkus, der geladen wird, aufgezeichnet werden, während gleichzeitig Spannungsspitzen erfasst werden, die beim Ein- oder Ausschalten starker Ströme über die Versorgungsleitung übertragen werden.

F: Worin besteht bei der Serie 190 beim Speichern von Messwerten der Unterschied zwischen Screen + Setup und Record + Setup?

A: Die Serie 190 ermöglicht unterschiedliche Arten der Speicherung:

  • Speicherung von 15 Bildschirmen (Screens) inklusive der Geräteeinstellungen; Dies sind Bildschirmkopien mit Informationen über die Geräteeinstellungen zum Zeitpunkt der Aufzeichnung der Signalform. Letzteres hilft bei der Bestimmung des Verlaufs der Amplitude von Spannungssinalen.
  • Speicherung von zwei sogenannten Wiedergabe-Aufzeichnungen mit den Geräteeinstellungen. Eine Wiedergabe-Aufzeichnung ist ein Satz von 100 nacheinander aufgezeichneten Bildschirmkopien, bei denen die Geräteeinstellungen jeweils gleich ware.

Einzelne Bildschirmkopien (Screens) wurden möglicherweise mit unterschiedlichen Geräteeinstellungen erstellt, während eine Serie von Wiedergabe-Aufzeichnungen 100 Bildschirmkopien mit jeweils derselben Einstellung umfasst. Einzelne Bildschirmkopien nehmen im Speicher mehr Platz in Anspruch als einzelne Bildschirme von Wiedergabe-Aufzeichnungen. Beim Arbeiten im ScopeRecord- oder TrendPlot-Modus kann das Gerät daher 15 komplette Geräteeinstellungsdateien speichern (beim erneuten Aufruf dieser Dateien kann das Gerät mit genau denselben Einstellungen verwendet werden, z. B. Volt/Skalenteilung), oder es kann zwei ScopeRecord-Dateien mit den zugehörigen Einstellungen speichern.

Q: Wie werden Aufzeichnungen durchgeführt?

A: Die Aufzeichnung eines ScopeRecord kann wie folgt gestartet werden:

  1. Drücken Sie die Taste RECORDER oder ANALYZE.
  2. Bewegen Sie den Cursor mit der Nach-oben- oder Nach-unten-Taste in das Feld "ScopeRecord".
  3. Drücken Sie "F4 = Enter".

Damit wird der Aufzeichnungsmodus gestartet. Jetzt können Sie mit den Zeitbasistasten (beschriftet mit "s time ns") eine Aufzeichnungsgeschwindigkeit auswählen. Unterhalb der Signalkurve sehen Sie eine Anzeige der Gesamtdauer der Aufzeichnung sowie eine Anzeige der Zeit pro Skalenteilung. Im ScopeRecord-Modus kann der Benutzer auch eine Übersicht über die Gesamtzahl der Aufzeichnungen anzeigen oder im Normalmodus einen kleineren Ausschnitt vergrößern.

F: Wie werden die Daten heruntergeladen?
A: Das Herunterladen der Daten vom ScopeMeter erfolgt am besten mit dem speziellen Programm FlukeView ScopeMeter. Dieses Programm ermöglicht zwei grundlegende Operationen: Es kann eine direkte Kopie des vollständigen Gerätebildschirms erstellen, oder es kann die Daten einer Oszilloskopsignalform zur weiteren Analyse oder zur Speicherung auf einen PC kopieren.
F: Muss man FlukeView verwenden, um eine aufgezeichnete Signalform anzuzeigen?
A: FlukeView ist ein sehr komfortables Tool, um vollständige Bildschirmbilder in einen Bericht zu kopieren oder um solche Bilder für Referenzzwecke zu speichern.

Signalformdateien können mit FlukeView angezeigt werden. Wenn es der Benutzer jedoch vorzieht, kann er die Signalformdaten auch in andere Anwendungsprogramme kopieren, z. B. in ein Tabellenkalkulationsprogramm, um sie dort weiter zu analysieren oder anzuzeigen. Dazu wird die Signalform nach FlukeView kopiert, anschließend werden die Daten als CSV-Datei (Comma Separated Value) in eine Tabelle kopiert.

F: Wie lange kann aufgezeichnet werden?
A: Wenn das Oszilloskop im Recordermodus verwendet wird, hängt die mögliche Gesamtdauer der Aufzeichnung ebenso wie bei einem Schreiber von der Zeitauflösung der Aufzeichnung ab. Dank der hohen Abtastrate werden plötzliche Änderungen wie Glitches (Störimpulse) weiterhin erfasst.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die verschiedenen Einstellungen und Auflösungen, die ScopeRecord bietet:

Zeitbasiseinstellung

Aufgezeichnete Zeitspanne

Abtastrate

Zeitliche Auflösung der Aufzeichnung

Erfasst Glitches mit einer minimalen Breite von

5 ms/div

6 seconds

20 MS/s

200 µs

50 ns

10 ms/div

12 seconds

20 MS/s

400 µs

50 ns

20 ms/div

24 seconds

20 MS/s

800 µs

50 ns

50 ms/div

60 seconds

20 MS/s

2 ms

50 ns

100 ms/div

2 minutes

20 MS/s

4 ms

50 ns

200 ms/div

4 minutes

20 MS/s

8 ms

50 ns

500 ms/div

12 minutes

20 MS/s

20 ms

50 ns

1 s/div

24 minutes

20 MS/s

40 ms

50 ns

2 s/div

50 minutes

20 MS/s

80 ms

50 ns

5 s/div

2 hours

20 MS/s

200 ms

50 ns

10 s/div

4 hours

20 MS/s

400 ms

50 ns

20 s/div

6 hours

20 MS/s

800 ms

50 ns

1 minute/div

24 hours

20 MS/s

2.4 s

50 ns

2 minute/div

48 hours

4 MS/s

4.8 s

250 ns

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