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| | | | Glossar Schwingungen
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Beschleunigung:Die Änderung der Geschwindigkeit, die im metrischen System als „g“ bzw. „mm/s²“ und im imperialen System als „in/sec²“ angegeben wird. Die Beschleunigung ist nicht konstant, sondern verändert sich im Schwingkreis, wobei die Beschleunigung am größten ist, wenn die Geschwindigkeit ihr Minimum erreicht. Dies ist normalerweise dann der Fall, wenn eine bestimmte Masse zum Stillstand gekommen ist und kurz davor steht, erneut zu beschleunigen.
Beschleunigungsaufnehmer:Ein Messwandler, dessen elektrischer Ausgang direkt auf Beschleunigung reagiert. Beschleunigungsaufnehmer decken normalerweise einen größeren Frequenzbereich ab, wobei sie Signale aufnehmen, die an anderen Messwandlern nicht anliegen. Aufgrund des Frequenzbereichs eignen sich Beschleunigungsaufnehmer hervorragend für die meisten Arten von drehenden Maschinen, weshalb sie die am häufigsten verwendeten Messwandler für Schwingungsmessungen sind.
Ausrichtung:Ein Zustand, bei dem die Komponenten in einem Antriebsstrang je nach Konstruktionsanforderung parallel oder senkrecht stehen. Das Messgerät kann eine falsche Ausrichtung feststellen, bei der die Komponenten nicht mehr den Konstruktionsanforderungen gemäß ausgerichtet sind, wodurch der Lagerverschleiß und die Leistungsaufnahme der Maschine massiv erhöht werden.
Befestigungspad:Befestigungspads (aus Bronze oder Edelstahl) können mithilfe eines Industrieklebstoffs an bestimmten Messpunkten angebracht werden. Der triaxiale Beschleunigungsaufnehmer wird zur Messung an diesen Pads befestigt. Das Pad kann zur Sicherstellung, dass der Beschleunigungsaufnehmer kontinuierlich an den drei Schwingungsachsen (radial, tangential, axial) ausgerichtet ist, über eine Ausrichtungskerbe verfügen. Das Pad gewährleistet eine gute Übertragung der Schwingungsdaten an den Messwandler, indem es eine starke und gleichbleibende Befestigungsstelle bietet.
Axial:Eine der drei Schwingungsachsen (radial, tangential und axial); die Axialebene ist parallel zur Mittellinie einer Welle oder Drehachse eines rotierenden Teils.
Auswuchten:(Mechanik) Anpassen der Masseverteilung in einem rotierenden Element, um die durch die Drehung verursachten Schwingungskräfte zu verkleinern.
Zustandsüberwachung:Die Messung, Aufzeichnung und Analyse von Maschinenparametern (z. B. der Beschleunigung) zur Ermittlung des Maschinenzustands. Der aktuelle Zustand wird mit dem Zustand verglichen, in dem die Maschine sich befand, als sie neu war. Andere Bezeichnung: Maschinenzustandsüberwachung.
Verschiebung:Beim Messen der Maschinenschwingungen steht die Verschiebung für den tatsächlichen Weg, den ein Teil aufgrund der Schwingungen zurücklegt. Im imperialen System wird die Verschiebung in Tausendstelzoll (mils) und im metrischen System in Millimetern (mm) gemessen.
Ausfall:Ein Ereignis oder nicht betriebsbereiter Zustand, in dem ein beliebiges Gerät oder ein Teil davon nicht wie vorgegeben funktioniert.
Ausfallmechanismus:Mechanische Teile oder Bauteile, die einen Ausfall verursachen.
Erzwungene Schwingungen:Die Schwingungen einer Maschine, die durch mechanische Anregung verursacht werden. Wenn die Anregung periodisch und kontinuierlich auftritt, wird die daraus resultierende Bewegung schließlich zum Dauerzustand.
Frequenz:Die Anzahl der Ereignisse, die innerhalb einer festen Zeitspanne auftreten. Die Frequenz wird auch als Kehrwert der Zeit berechnet (d. h. eins geteilt durch das Zeitintervall). Die Frequenz wird normalerweise in Hertz (Hz) angegeben, kann aber auch als Schwingungen pro Minute (Cycles Per Minute, CPM) oder, bei der Multiplikation des Hertz-Werts mit 60, in Umdrehungen pro Minute angegeben werden. Sie kann auch als Vielfaches der Drehgeschwindigkeit bzw. als Oberschwingungen angegeben werden. Hierzu wird die Frequenz in Umdrehungen pro Minute durch die Drehgeschwindigkeit der Maschine dividiert.
Frequenzbereich:Da Schwingungen innerhalb des Zeitbereichs auftreten, wird ein Schwingungssignal bei der Anzeige auf einem Oszilloskop als zeitabhängige Signalform dargestellt. Bei der grafischen Darstellung ist die zeitabhängige Signalform ein Diagramm der Amplitude gegenüber der Zeit. Bei der Überführung der Signalform in den Frequenzbereich ist das Ergebnis ein Spektrum mit einem Diagramm der Amplitude gegenüber der Frequenz.
Oberschwingung:Eine sinusförmige Größe mit einer Frequenz, die ein ganzzahliges Vielfaches (´2, ´3 usw.) einer Grundschwingungsfrequenz (´1) ist.
Klirrfaktor:Eine Verzerrung beim Ausgangssignal eines Geräts, die durch das Vorhandensein von Frequenzen, die nicht im Eingangssignal vorhanden waren, verursacht wird.
Hertz:(Abkürzung Hz) Einheit der Frequenz.
Unwucht:Ein Zustand von drehenden Maschinen, bei dem der Mittelpunkt der Masse nicht mit dem Mittelpunkt der Rotation übereinstimmt. Unwucht kann die Lebensdauer der Lager erheblich verkürzen sowie übermäßige Maschinenschwingungen verursachen.
Isolierung:Eine Verringerung der Bewegungsstärke, normalerweise durch eine federnde Lagerung. Ein Federsockel oder Isolator schwächt die Stoßbelastung ab. Ein Schwingungsdämpfer oder Isolator schwächt Dauerschwingungen ab.
Maschinenzustandsüberwachung:See Siehe „Zustandsüberwachung“
Durchschnittliche Betriebszeit zwischen zwei Ausfällen/mittlerer Ausfallabstand (Mean Time Between Failure, MTBF):Eine Kennzahl der Zuverlässigkeit von instandsetzungsfähigen Einheiten: die durchschnittliche Anzahl von Lebenseinheiten, über die hinweg alle Teile der Einheit während eines bestimmten Messintervalls und unter vorgegebenen Bedingungen innerhalb ihrer vorgegebenen Grenzwerte arbeiten.
Durchschnittliche Zeit bis zum ersten Ausfall eines Systems/mittlere Lebensdauer (Mean Time To Failure, MTF):Eine grundlegende Kennzahl der Zuverlässigkeit von nicht instandsetzungsfähigen Einheiten: die Gesamtzahl von Lebenseinheiten einer Einheit dividiert durch die Gesamtzahl der Ausfälle innerhalb dieser Gesamtheit während eines bestimmten Messintervalls und unter vorgegebenen Bedingungen.
Ordnung:Bei drehenden Maschinen sind Ordnungen Vielfache oder Oberschwingungen der Laufgeschwindigkeit (oder einer damit verbundenen Referenzkomponente).
Pitch:Drehung in der Ebene der Vorwärtsbewegung über der Links-Rechts-Achse.
Radial:Eine der drei Schwingungsachsen (radial, tangential und axial); die Radialebene stellt bei drehenden Maschinen die Richtung vom Messwandler zur Mitte der Welle dar. Bei typischen Maschinen mit liegender Welle entspricht radial der vertikalen Achse. Bei Maschinen mit liegender Welle bezieht sich radial auf die horizontale Achse, an der der Beschleunigungsaufnehmer befestigt ist.
Reproduzierbarkeit:Die maximale Abweichung vom Mittelwert der zugehörigen Datenpunkte, die unter identischen Bedingungen ermittelt wurde. Der größtmögliche Unterschied im Ausgang für unter identischen Bedingungen reproduzierte Stimuli, wenn die anderen Testbedingungen nicht verändert wurden.
Wiederholung:Testverfahren, bei dem ein bestimmter gewünschter Verlauf reproduziert wird.
Auflösung:Die kleinste Änderung eines Eingangs, die eine erkennbare Veränderung am Ausgang eines Messgeräts verursacht.
Ursachenanalyse:Feststellung des Grunds für einen Ausfall. .
Laufgeschwindigkeit:Die Drehzahl, normalerweise angegeben in Umdrehungen pro Minute, mit der eine drehende Maschine läuft. Durch Division der Anzahl der Umdrehungen pro Minute durch 60 kann sie auch in Hertz angegeben werden.
Empfindlichkeit:Das Verhältnis zwischen elektrischem Signal (Ausgang) und mechanischer Größe (Eingang).
Halbleitersensor:Ein Sensor ohne bewegliche Teile. .
Tangential:Eine der drei Schwingungsachsen (radial, tangential und axial); die tangentiale Ebene befindet sich senkrecht (90°) zur radialen Ebene und tangiert die Antriebswelle. Bei typischen Maschinen mit liegender Welle entspricht tangential der horizontalen Achse. Bei typischen Vertikalmaschinen entspricht tangential der zweiten horizontalen Achse, die senkrecht zur Lagerung des Beschleunigungsaufnehmers verläuft.
Ungleichgewicht/Unwucht:Ungleiche Masseverteilung an einem Rotor. Die Mittellinie der Masse stimmt nicht mit der Mittellinie der Rotation bzw. der Geometrie überein. Siehe auch „Unwucht“.
Geschwindigkeit:Das Tempo der Positionsveränderung, gemessen in Wegstrecke pro Zeiteinheit. Beim Messen von Schwingungssignalen steht „Geschwindigkeit“ auch für die Geschwindigkeit der Verschiebungsveränderung und wird in Zoll (in) bzw. Millimetern (mm) pro Sekunde angegeben.
Schwingungen:Mechanische Bewegung um einen sich im Gleichgewicht befindenden Referenzpunkt. | |
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