Thermografie im Petrochemische Fertigung
Die petrochemische Raffination ist äußerst energieaufwändig und erfordert eine sorgfältige thermische Überwachung, um die Sicherheit und thermische Effizienz der einzelnen Prozesse zu gewährleisten. Eine Untersuchung dieser thermischen Prozesse mit Thermografietechnik, die auch hohe Temperaturen messen kann, lässt eine schnelle und genaue Diagnose von Problemen zu und erspart hohe Kosten für die Schadenbeseitigung. Raffinerien können durch den Einsatz von Wärmebildkameras bei der Füllstandsprüfung von Tanks, bei der Diagnose von Problemen an Kondensatorlamellen, der Ofenwartung, der Aufrechterhaltung der Feuerfestigkeit und Wartung der Elektrik und Mechanik ihrer Produktivität und Rentabilität steigern.
Prozessüberwachung
Ofenuntersuchung – Wärmebildkameras erleichtern die Untersuchung von Heizungsrohren in Öfen auf Kohleablagerungen. Dieses auch als „Verkokung“ bekannte Phänomen kann mit der entsprechenden, für hohe Temperaturen geeigneten Thermografietechnik erkannt werden, da sich die Koksablagerungen als wärmere Bereiche im Vergleich zu anderen Bereichen der Rohroberfläche darstellen. Das zeigt, dass der Koks das Produkt von einer gleichmäßigen Aufnahme der Rohrwärme abhält. Weitere Nachteile einer Verkokung sind höhere Ofenbrennraten und eine verminderte Lebensdauer des Rohrs. Dadurch wächst der Anreiz für Instandhaltungsmitarbeiter, zum Schutz vor Verkokung regelmäßige thermische Untersuchungen durchzuführen.
Untersuchungen von Kondensatorrohren – Gelegentlich können Kondensatorrohre in einer Raffinerie verstopfen, wodurch sich der Output erheblich verschlechtern und ein effizienter Betrieb der Raffinerie nachteilig beeinflusst werden kann. Wärmebilder dieser Rohre können verstopfte Rohrabschnitte aufzeigen und damit die Instandhaltungsmitarbeiter schon auf das Problem stoßen, bevor ernstere Folgen eintreten.
Vorbeugende Instandhaltung
Hochtemperatur-Druckleitungen – Hochtemperatur-Druckleitungen werden in großem Maße in petrochemischen Anlagen eingesetzt. Gelegentlich können nach einer gewissen Zeit aufgrund von Korrosion, durch Schweißfehler oder Spannung entstehende Risse und aufgrund von Materialverschlechterung Undichtigkeiten und daraus resultierende Unfälle auftreten. Um einen sicheren Betrieb der Leitungen zu gewährleisten, muss man sich einen Überblick über die Unversehrtheit der Rohrwände beschaffen, um dann nur die ernsthaft beschädigten Leitungen auszutauschen. Da Infrarot-Thermografie kontaktlos und gefahrlos funktioniert und leicht einsetzbar ist, ist sie hervorragend zur Beobachtung von Unregelmäßigkeiten in den Wärmestrommustern geeignet, die aus Fehlern an den Rohrwänden von Hochtemperatur-Druckleitungen resultieren.
Validierung von Thermoelementen – Die Thermografieausrüstung bietet zudem ein großartiges kontaktloses Verfahren zur Validierung der Temperaturmessung bei Thermoelementen. Thermoelemente werden an verschiedenen Stellen eines Ofens installiert, um sehr genaue Rohrtemperaturen zu ermitteln. Bei einer Verkokung rings um das Thermoelement löst sich dieses entweder ab oder es liefert ungenaue Daten. Dies kann durch eine thermische Untersuchung verhindert werden, mit der die Genauigkeit der vom Thermoelement gemessenen Ofenrohrtemperatur schnell validiert werden kann. Das gewährleistet eine gute Produktausbeute. |